JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Ohne JavaScript funktioniert die Website nicht korrekt.

Sicherheit

Risiken

  • Gewaltvorfälle

Gewalt - und im Besonderen Gewalt unter Jugendlichen - ist ein aktuelles Thema. Auch wenn die Schweiz ein sicheres Land ist und vergleichsweise wenige Gewaltdelikte verzeichnet werden, so kommt es speziell an Parties und Veranstaltungen immer wieder zu Pöbeleien, Bedrohungen oder Schlägereien. Hoher Alkoholkonsum, viele Menschen und Gruppen, enge Räume, dunkle Ecken, Anonymität: dies alles bewirkt, dass es an Veranstaltungen viel öfter zu Gewaltvorfällen kommt, als zum Beispiel tagsüber. Zudem steigt das Risiko, Opfer einer Gewalttat zu werden massiv, wie mehr Alkohol man selber konsumiert hat.

  • sexuelle Belästigung

Für viele Frauen leider trauriger Alltag an Parties und Festen. Einige nutzen das Gedränge für unerwünschte Berührungen aus, versuchen mit sexistischen Anmachsprüchen Eindruck zu schinden oder verletzen beim Flirten eindeutige Grenzen.

Zu Übergriffen kommt es zudem oft im Gedränge (Eingang, Barbereich) oder in schlecht überwachten und dunklen Arealen wie Toiletten, das Umfeld der Clubs oder auf dem Heimweg. Dabei sind nicht immer Fremde die Täter, sondern erschreckend oft Personen aus dem Umfeld des Opfers.

  • Vergewaltigungsdrogen / KO-Tropfen

Ein neueres Problem sind die sogenannten KO- Tropfen. Es handelt sich dabei um verschiedene - meist illegale Substanzen - die innert weniger Minuten eine betäubende Wirkung haben. Meist werden die Tropfen in Getränke gemischt und die Opfer, meistens Frauen, anschliessend sexuell missbraucht oder ausgeraubt. Die meisten dieser Substanzen sind kaum zu dosieren und können bei einer Überdosis zu einem komatösen Zustand oder sogar zum Tod führen.

 

Massnahmen

  • Security

Speziell bei grösseren Anlässen ist ein professioneller Sicherheitsdienst unverzichtbar. Um einen optimalen Ablauf sicherzustellen, müssen diese vom Veranstalter über heikle Orte und Besonderheiten informiert werden. Zudem muss definiert werden, ab wann und wie hart der Sicherheitsdienst eingreifen muss und die Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst und der Polizei muss geklärt sein. Informieren Sie vorgängig die Polizei über die Veranstaltung. Halten Sie die Anfahrtswege für Polizei, Sanität und Feuerwehr frei.

  • Erkennung und Entschärfung von Brennpunkten

Wenn es an bestimmten Orten immer wieder zu Gewaltvorfällen kommt (oft enge Eingangsbereiche, Barbereich, Toiletten, Raucherbereich), müssen strukturelle Anpassungen in Erwägung gezogen werden. So kann eine bessere Beleuchtung des Aussenbereiches oder der Toiletten bereits viele Vorfälle verhindern. Zudem ist speziell im Barbereich und im Eingangsbereich wo meist das grösste Gedränge ist eine Präsenz von Sicherheitskräften oder zumindest eine gute Organisation der Besucherströme sinnvoll.

  • Ausleuchtung

Auch wenn speziell in Clubs oder bei Konzerten die Lichtshow ein wichtiger Teil des Konzeptes ist, so macht es trotzdem Sinn, sensible Bereiche (Eingang, Garderobe, Aussenbereich, Toiletten, Barbereich)  gut auszuleuchten. Dies nimmt die Anonymität und vermindert so das Risiko von Übergriffen und Schlägereien. Sorgen Sie vorgängig für eine gute Signalisation der Fluchtwege und Notausgänge

  • Prävention von K.O Tropfen

Es liegt sicherlich in erster Linie in der Verantwortung der Besuchenden, auf ihre Getränke aufzupassen. Trotzdem kann der Veranstalter mit einigen einfachen Massnahmen das Risiko von KO- Tropfen und damit von sexuellen Übergriffen senken. Der Verkauf von Getränken mit Deckeln hat sich inzwischen in Deutschland in fast allen Clubs und Veranstaltungen durchgesetzt. Dies macht Sinn, um das Versetzen von Getränken mit KO- Tropfen zu erschweren. Auch eine gute Beleuchtung im Barbereich wirkt erschwerend. Zudem muss das Personal (Barpersonal, Sicherheitsdienst, Garderobenteam) auf die Problematik und die Symptome von KO- Tropfen sensibilisiert sein.

  • Keine Abgabe von Alkohol an betrunkene Personen

Einerseits ist es rechtlich verboten, stark alkoholisierten Personen noch Alkohol auszuschenken, andererseits gibt es einen engen Zusammenhang von Alkoholkonsum und Gewaltvorfällen. Wie mehr Alkohol ausgeschenkt wird, desto höher ist das Risiko für Pöbeleien, Übergriffe oder Schlägereien.

  • Erstellen eines Jugendschutz- und Sicherheitskonzepts

Häufige Gewaltvorfälle wie Schlägereien oder sexuelle Übergriffe schaden dem Image eines Clubs oder einer Veranstaltung und können zu Problemen mit der Anwohnerschaft oder den Behörden und zu sinkenden Besucherzahlen führen. Die Vorgehensweisen und Verantwortlichkeiten für den Notfall müssen vorgängig festgelegt werden, es empfiehlt sich Notfallblätter mit allen relevanten (Mobil-)Nummern zu erstellen.

Neben der sozialen Verantwortung liegt es also auch im eigenen Interesse der Veranstalter, dem Bereich Jugendschutz und Sicherheit einen hohen Stellenwert zu geben. Die beste Art ist ein umfassendes Konzept, das die wichtigsten Punkte regelt. Beim Erstellen dieses Konzeptes können wir Unterstützung bieten.